Prüfung von Schweißgeräten

Prüfung von Schweißgeräten

Das Lichtbogenschweißen stellt ein wichtiges Verfahren der Metallbearbeitung dar. Dabei wird zum einen der Strom an das Werkstück angelegt. Zum anderen ist eine Elektrode vorhanden, die Sie in geringem Abstand über die Schweißstelle halten müssen. Auf diese Weise entsteht ein Lichtbogen, bei dem der elektrische Strom über die Luft weitergeleitet wird. Dabei kommt es zu einer enormen Wärmeentwicklung, die das Metall zum Schmelzen bringt. Wenn das Material wieder aushärtet, entsteht eine feste Verbindung.

Bereits diese kurze Beschreibung der Lichtbogenschweißeinrichtung macht deutlich, welche Bedeutung der elektrische Strom bei der Anwendung dieses Verfahrens hat. Aus diesem Grund sind hierbei umfassende Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Wenn das verwendete Gerät eine Fehlfunktion aufweist, steigt das Gefahrenpotenzial nochmals deutlich an. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Überprüfung sehr wichtig. Das trägt erheblich zur Sicherheit Ihrer Mitarbeiter bei. Darüber hinaus ist die Prüfung der Lichtbogenschweißeinrichtung gesetzlich vorgeschrieben.

Prüfung von Schweißgeräten nach DIN VDE 0544-4

Die Anforderungen an die Schweißgeräte Prüfung sind in einer speziellen Norm vorgegeben. Dabei handelt es sich um DIN VDE 0544 – 4. Dieser Aspekt ist bereits von großer Bedeutung, da es hierbei oftmals zu Verwechslungen kommt. Es gibt nämlich auch eine Norm für gewöhnliche Elektrogeräte: DIN VDE 0701-0702.

Das grundlegende Regelwerk für beide Prüfungen trägt die Bezeichnung DGUV Vorschrift 3. Darin werden jedoch unterschiedliche Regel für Schweißanlagen und für gewöhnliche elektrische Betriebsmittel definiert. Aufgrund der besonderen Gefahren, die eine Lichtbogenschweißeinrichtung mit sich bringt, sieht die Norm VDE 0544-4 hierfür zusätzliche Maßnahmen vor. Hierbei ist beispielsweise die Messung der Leerlaufspannung zu nennen. Dabei handelt es sich um einen Aspekt, der bei gewöhnlichen Maschinen und Elektrogeräten keine Rolle spielt. Bei einer Lichtbogenschweißeinrichtung ist er jedoch von großer Bedeutung für die Sicherheit. Deshalb verweist die DGUV Vorschrift 3 bei der Prüfung von Schweißgeräten auf VDE 0544-4. Hier sind die genauen Regeln für den Ablauf der Prüfung festgelegt.

Die DGUV V3 legt die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) in Betrieben fest. Sie befasst sich dabei mit ganz unterschiedlichen Aspekten. Zum einen gibt sie vor, dass es sich hierbei um eine Wiederholungsprüfung handelt, die alle Betriebe in Deutschland regelmäßig durchführen müssen. Die UVV-Prüfung schreibt hierfür regelmäßige Intervalle vor. Darüber hinaus stellen sich viele Unternehmen die folgende Frage: Wer darf Schweißgeräte prüfen? Hierbei verweist das Regelwerk auf die technischen Regeln für Betriebssicherheit. Dort ist beispielsweise vorgegeben, dass es sich beim Prüfer um eine Elektrofachkraft mit entsprechender Ausbildung und Berufserfahrung handeln muss. Der genaue Ablauf der Prüfungen ist hier jedoch nicht festgelegt. Hierfür verweist DGUV V3 auf verschiedene Normen des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE). Für die Prüfung von gewöhnlichen elektrischen Geräten und elektrischen Maschinen ist beispielsweise DIN VDE 0701-0702 und für Lichtbogenschweißeinrichtungen VDE 0544-4 angegeben.

Für die Überprüfung von elektrischen Betriebsmitteln gibt es Regelwerke mit unterschiedlichen Bezeichnungen. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es wichtig, auch darauf kurz einzugehen. Die DGUV V3 wird häufig auch als BGV A3 bezeichnet. Hierbei handelt es sich um die ältere Vorschrift der Berufsgenossenschaft. Vor einigen Jahren erfolgte jedoch eine Namensänderung. Der Inhalt ist dabei allerdings gleich geblieben. Alternativ zu VDE 0544-4 ist auch die Bezeichnung EN 60974-4 üblich. Auch diese Normen sind inhaltlich genau gleich. Während es sich bei VDE um eine Vorschrift handelt, die nur in Deutschland gültig ist, handelt es sich bei der EN-Norm hingegen um ein internationales Regelwerk.

Ablauf einer Schweißgeräte-Prüfung

Die Elektrofachkräfte, die eine Schweißanlage prüfen, müssen dabei einen genauen Ablauf befolgen. Die Schweißgeräte Prüfung nach BGV A3 sieht hierbei drei Schritte vor: die Sichtprüfung, die Messprüfung und die Funktionsprüfung. Nach der Beendigung der Prüfung ist es dann noch notwendig, ein Prüfprotokoll zu erstellen. Falls alle Anforderungen erfüllt sind, wird abschließend eine Prüfplakette angebracht.

1. Sichtprüfung

Der erste Schritt besteht stets in einer Sichtprüfung. Dabei muss die Elektrofachkraft prüfen, ob sich die Anlage äußerlich in einem einwandfreien Zustand befindet. Viele Mängel an den Arbeitsmitteln lassen sich bereits auf den ersten Blick erkennen.

2. Messprüfung

Bei der Messprüfung ist es notwendig, verschiedene Aspekte des Geräts zu kontrollieren. Von besonderer Bedeutung ist beispielsweise der Schutzleiterwiderstand. Außerdem muss die Elektrofachkraft den Isolationswiderstand messen. Bei Schweißgeräten spielen auch die Leerlaufspannung und der Berührungsstrom im Schweißkreislauf eine wichtige Rolle.

3. Funktionsprüfung

Schließlich ist eine Funktionsprüfung notwendig. Diese umfasst unter anderem die Kontrolle der Ein- und Ausschalteinrichtung und der Spannungsminderungseinrichtung. Außerdem ist es wichtig, alle Melde- und Kontrollleuchten zu überprüfen.

Welche Prüffristen gelten für die Schweißgeräte-Prüfung?

Sehr wichtig ist es, die Prüffristen für Schweißgeräte zu beachten. Eine Prüfung ist beispielsweise vor der ersten Inbetriebnahme und nach einer Reparatur notwendig. Darüber hinaus handelt es sich bei VDE 0544-4 um eine elektrische Wiederholungsprüfung. Das bedeutet, dass Sie diese in festgelegten Intervallen durchführen müssen. Die BGR empfiehlt beispielsweise, die Funktions- und die Sichtprüfung vierteljährlich durchführen zu lassen. Für die Messprüfung wird hingegen ein Intervall von einem Jahr angegeben. Dennoch ist es wichtig, darauf zu achten, dass es sich hierbei nur um Empfehlungen handelt. Der Prüfer muss hierbei stets eine individuelle Gefährdungsbeurteilung erstellen. Auf dieser Grundlage bestimmt er dann, in welchen Intervallen die wiederkehrende Prüfung stattfinden muss.

Prüfung von Schweißgeräten mit Riedle + Bertsch

Riedle + Bertsch ist für die Prüfung Ihrer Lichtbogenschweißeinrichtungen der richtige Ansprechpartner. Wir führen die Wiederholungsprüfung zuverlässig und fristgerecht durch und händigen Ihnen daraufhin ein detailliertes Prüfprotokoll aus. Wenn Sie die Prüfung bei uns durchführen lassen, entbindet Sie das auch von der persönlichen Haftung, falls es zu einem Unfall mit dem Schweißgerät kommen sollte. Darüber hinaus profitieren Sie von einem personalisierten Service, der sich genau an den Anforderungen in Ihrem Betrieb ausrichtet.

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Ein Erklärfilm von Riedle + Bertsch zum Thema DGUV V3 und E-Check

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